Ottobahn und Siemens-Tochter bauen neues Transportsystem auf

Ottobahn soll die „nächste Dimension der Mobilität“ werden | Visualisierung: Ottobahn

MÜNCHEN | Das Münchner Start-up-Unternehmen Ottobahn und die Siemens-Tochter für intelligente Verkehrssysteme, Yunex Traffic, haben kürzlich ihre Zusammenarbeit verkündet.

Beide Gesellschaften wollen das Projekt Ottobahn, ein vollautomatisiertes Transportsystem oberhalb heutiger Straßen – ähnlich einer Schwebebahn aber mit einzelnen Kabinen, vorantreiben. In einem ersten Schritt wird Yunex Traffic das Unternehmen Ottobahn bei der Planung und Erstellung des Konzepts für den Betrieb und die Instandhaltung der rund 900 Meter langen Teststrecke bei Taufkirchen unterstützen. Die Zusammenarbeit umfasst außerdem die Entwicklung eines Service- und Sicherheitsprogramms für den Testbetrieb, der Grundlage für die vom TÜV Süd durchgeführten Betriebsgenehmigungsprüfung sein wird.

Die Ottobahn basiert auf der Rad-Schienen-Technologie in Kombination mit einer intelligenten Steuerung. Laut den Entwicklern sei das System günstiger und effizienter als andere Verkehrs­träger (Auto, Bahn, Bus etc.). Städtischen Verkehrsgesellschaften oder privaten Betreibern wolle man künftig Komplettlösungen des Systems anbieten. Bei der Akquise potenzieller Kunden wollen beide Unternehmen exklusiv zusammenarbeiten. Früheren Ankündigungen zufolge wird der Aufbau einer ersten kommerziell betriebenen Strecke für das Jahr 2023 erwartet.


Quelle: EVN