Essen und Trinken in Frankreichs Zügen wird verboten

Fernreisezug des französischen Bahnunternehmens SNCF | Foto: Imago / IP3press

PARIS / ZÜRICH | Wegen der dramatisch ansteigenden Corona-Neuinfektionen greift die französische Regierung zu härteren Maßnahmen.

  Aktualisiert: 30. Dezember 2021, 00.37 Uhr  

Neben einer Maskenpflicht auch im Freien der Innenstädte ist das Essen und Trinken in Kinos, Sportstätten sowie in Zügen und bei Inlandsflügen künftig verboten. Die neuen Regeln sollen ab dem 3. Januar greifen. Das Konsumieren von Speisen und Getränken ist dann sowohl im Fern- wie auch im Nahverkehr untersagt. Das gab Premierminister Jean Castex bereits am Montag bekannt. Es gehe vor allem darum, dass Menschen beispielsweise bei Reisen „ihre Maske nicht über einen längeren Zeitraum absetzen“, betonte Castex. Ab dem 15. Januar tritt für viele Lebensbereiche zudem eine 2G-Regel in Kraft. Tests reichen dann nicht mehr.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen stieg am Mittwoch in Frankreich binnen eines Tages auf rund 208.000. „Das sind Zahlen, die mich in Schwindel versetzen“, erklärte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran.

Über eine ähnliche Regelung wie jetzt in Frankreich war zuletzt auch in der Schweiz diskutiert worden, wie am Mittwoch die Tageszeitung Blick berichtete. Problem sei, dass Masken­verweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder für Ärger sorgten. Etwa, indem sie stundenlang an ihrem Sandwich kauten und keine Maske aufsetzten. Von Seiten der Verkehrs­unternehmen hieß es dem Bericht zufolge, dass man bislang „keine Zunahme“ an Masken­verweigerern wahrnehme. Ob weitere Mittel und Strategien zur Einhaltung der Maskenpflicht nötig seien, wolle das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei Bedarf erneut mit der Schweizer Bahngesellschaft SBB besprechen, teilte die Behörde auf Blick-Anfrage mit.


Quelle: EVN