Verkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen schaffen flexible Tickets für Gelegenheitspendler

Fahrgäste beim Ein- und Ausstieg in einem Bahnhof | Foto: Pixabay

ESSEN | Ein paar Tage pro Woche im Homeoffice, ein paar Tage im Büro: Für viele Beschäftigte ist diese Aufteilung längst normal – erst recht in der Corona-Pandemie. Im ÖPNV gibt es nun spezielle Ticketangebote für solche Kunden.

In Bussen und Bahnen gibt es im neuen Jahr vielerorts in Nordrhein-Westfalen spezielle Tarife für Pendler, die nur an einigen Tagen pro Woche ins Büro müssen und sonst im Homeoffice arbeiten. „Mit dem Flexticket tragen wir dem Wunsch vieler Fahrgäste nach Ticketmodellen für eine flexiblere Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs Rechnung“, teilte der Verkehrs­verbund Rhein-Ruhr (VRR) mit. Allerdings gelten in den verschiedenen Verkehrs­verbünden sehr unterschiedliche Regeln, und in einigen Regionen gibt es gar keine speziellen Angebote für Teilzeit-Pendler.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dessen Gebiet Düsseldorf, den Niederrhein und das Ruhrgebiet umfasst, führt zum 1. Januar zwei Varianten ein: Im Tarif Flex25 zahlen Kunden 3,90 Euro im Monat und bekommen dafür 25 Prozent Rabatt beim Kauf von Einzeltickets im ÖPNV. Die Variante Flex35 kostet 8,90 Euro im Monat, dafür gibt es 35 Prozent Rabatt auf Einzeltickets und die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Buchbar sind beide Tarifmodelle ausschließlich digital. Der VRR ist einer der größten Verkehrsverbünde Europas.

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) im Großraum Köln/Bonn bietet bereits seit August ein Modell an, das ebenfalls Flexticket heißt, aber ganz anders funktioniert: Beim sogenannten 10-Tage-Flexticket können Kunden innerhalb eines Monats zehnmal 24 Stunden lang mit Bus und Bahn fahren. Das Angebot sei in den ersten Monaten von den Kunden gut aufgenommen worden, sagte ein Sprecher. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Ähnlich funktioniert das Ticket, das im flächenmäßig größten Verbund Westfalentarif zum 1. Januar eingeführt wird. Dort können Teilzeit-Pendler ein sogenanntes 8-Tage-Flexticket kaufen und damit ohne zeitliche Begrenzung achtmal 24 Stunden lang mit Bus und Bahn fahren. Eine Ausnahme macht Südwestfalen: In der Region gebe es das Flexticket vorerst nicht, sagte eine Sprecherin.


Quelle: EVN / dpa