Steinwurf auf Intercity – Bereits dritter Vorfall innerhalb weniger Tage

Zerstörte Fensterscheibe von IC 2409 am 1. Januar 2022 | Foto: Bundespolizei

DÜLMEN | Die Bundespolizei ermittelt gegen unbekannte Steinewerfer, die innerhalb von gut zwei Wochen bereits zum dritten Mal einen Intercity im Bereich der nordrhein-westfälischen Stadt Dülmen beschädigt haben.

  Aktualisiert: 03. Januar 2022, 21.09 Uhr  

Der jüngste Fall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Münster am Neujahrsabend gegen 20.15 Uhr. Der Lokführer von IC 2409 habe kurz nach der Durchfahrt des Bahnhofs Dülmen einen Einschlag an der Lok wahrgenommen und seinen Zug außer­planmäßig am Bahnhof Recklinghausen gehalten. Alarmierte Bundespolizisten stellten neben Lackschäden an mehreren Reisezugwagen auch zerstörte Scheiben an einer Eingangstür und einem Seitenfenster fest.

Eine in unmittelbarer Nähe zur zerstörten Fensterscheibe sitzende Reisende sei durch umher­fliegende Glassplitter glücklicherweise nicht verletzt worden, teilte ein Bundespolizei­sprecher mit. Die Weiterfahrt des beschädigten Zuges, der sich auf dem Weg von Lübeck nach Köln befand, war anschließend nur noch als Leerfahrt möglich, wie es hieß. Die Reisenden mussten ihre Fahrt mit anderen Zügen fortsetzen.

Die Ermittlungen der Bundespolizei wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr konzentrieren sich mittlerweile auf drei Vorfälle dieser Art. Bereits am 17. und am 23. Dezember waren zwei Intercity-Züge zwischen Buldern und Dülmen durch Steinwürfe beschädigt worden.

Steinwurf auf Regionalexpress in Langenfeld

Auch in Langenfeld bei Düsseldorf haben Unbekannte Steine auf einen fahrenden Zug geworfen. Hier wurde laut Polizeiangaben ein Regionalexpress im Bereich der Frontscheibe beschädigt. Eine Nahbereichsfahndung durch alarmierte Bundespolizisten in der Nacht auf Neujahr gegen 1 Uhr verlief negativ. Auch in diesem Fall wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Bei den möglichen Tatverdächtigen soll es sich um drei Personen handeln. Der Lokführer hatte seinen Zug zunächst gestoppt und die Fahrt später fortgesetzt. Die etwa 70 Zuginsassen blieben unverletzt.


Quelle: EVN