DB-Regio-Tochter Start gewinnt Ausschreibung für Maas-Wupper-Express

Regionalzug der Linie RE 13 des bisherigen Betreibers Eurobahn/Keolis | Foto: Imago / Rüdiger Wölk

GELSENKIRCHEN | Das Eisenbahn­unternehmen Start Deutschland übernimmt ab Dezember 2026 die Verkehrs­leistungen der RE-Linie 13 (Maas-Wupper-Express).

Das Tochterunternehmen der DB Regio AG konnte sich im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens gegen andere Bewerber durchsetzen, wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mitteilte. Ebenfalls zu den Aufgabenträgern gehören der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie das zuständige Infrastrukturministerium auf niederländischer Seite.

Der neue Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 14 Jahren. Zudem wird die Regionalexpress-Linie mit der Betriebsübernahme Ende 2026 über das bisherige Linienende in der nieder­ländischen Stadt Venlo hinaus bis Eindhoven verlängert. Die Verkehrsleistung der Linie RE 13 umfasst künftig 2,6 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Aktuell wird die Strecke von Zügen der Eurobahn bedient.

„Der Gewinn des Maas-Wupper-Express ist ein gelungener Jahresauftakt“, sagte Start-Geschäftsführer Dirk Bartels. VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser: „Das hohe Interesse der Unternehmen, die an diesem Bieterverfahren teilgenommen haben, am Betrieb dieser Linie zeigt uns, dass der Wettbewerb trotz der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen im SPNV funktioniert.“ Er zeigte sich zudem überzeugt, dass man „mit der Entscheidung im Ergebnis eine verbesserte Betriebsqualität zu wirtschaftlichen Bedingungen auf die Schiene bringen“ werde.

Ab der Betriebsübernahme seien umsteigefreie, stündliche Verbindungen zwischen Düsseldorf und Eindhoven vorgesehen. Für den Einsatz auf der 213 Kilometer langen Strecke von Hamm bis in die Niederlande sind insgesamt 20 neue, mehrsystemfähige elektrische Triebzüge vom Typ Flirt XL des Zugherstellers Stadler vorgesehen.


Quelle: EVN