Schaden durch Graffitisprayer deutlich gestiegen – ÖBB geht konsequent gegen Täter vor

Die ÖBB geht konsequent gegen Graffiti-Täter vor | Foto: ÖBB / Hahslinger

WIEN | 1,5 Millionen Euro – das ist die Schadenshöhe, die der Österreichischen Bundes­bahn (ÖBB) durch Graffitisprayer im Jahr 2021 entstanden ist. Ein Jahr zuvor lag die Summe noch bei 1,2 Millionen Euro.

Insgesamt stieg die Zahl der Graffitidelikte im vergangenen Jahr um 26 Prozent an, wie das Bahnunternehmen mitteilte. Waren es 2020 noch knapp 1.900 Fälle kletterte die Zahl der Taten 2021 auf über 2.400. Allein auf das Konto einer einzigen Sprayergruppe aus Absdorf-Hippersdorf in Niederösterreich gingen demnach im vergangenen November 134 Graffiti. Die Schadenshöhe belief sich hier auf 304.740 Euro.

Nach Angaben der ÖBB würden glücklicherweise Sprayer immer öfter auf frischer Tat ertappt. 2021 seien so insgesamt 17 Tatverdächtige, von denen über 250 Delikte ausgingen, geschnappt worden. Dass es sich bei Graffiti-Taten nicht um einen Kavaliersdelikt sondern um die Beschädigung fremden Eigentums handelt, stellte eine ÖBB-Sprecherin unmissverständlich klar. Daher habe man auch die Gangart gegen die Täter in den letzten Jahren verschärft. „Mittlerweile wird jedes einzelne Graffiti konsequent zur Anzeige gebracht und in einer Datenbank dokumentiert. So können oft auch zurückliegende Delikte einer Person zugewiesen werden“, erläuterte die Sprecherin. Dabei werde auch eng mit der Polizei und den Behörden zusammengearbeitet. Die derzeitigen Hotspots für Graffitidelikte seien nach wie vor Wien und Niederösterreich.


EVN