Bahn will erste Wunderline-Planung bis Sommer bei Behörden einreichen

Strecke Groningen – Bremen | Grafik: Provinz Groningen

LEER | Die Deutsche Bahn will den Ausbau der sogenannten Wunderline zwischen Groningen und Bremen vorantreiben und bis zum Sommer Unterlagen zur Plan­fest­stellung für einen ersten Abschnitt beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) einreichen.

Die Unterlagen umfassen dabei die erste Baustufe, bei der die Teilstrecke zwischen Ihrhove (Landkreis Leer) bis zur niederländischen Grenze ertüchtigt werden soll, wie die Bahn auf Anfrage mitteilte. Parallel dazu läuft der Wiederaufbau der Friesenbrücke bei Weener über die Ems. Nachdem ein Frachter Ende 2015 bei einer Kollision die Bahnbrücke zerstört hatte, gibt es keine durchgehende Zugverbindung mehr zwischen Groningen und Bremen.


Die Arbeiten an der Teilstrecke sollen im Herbst 2023 beginnen und zusammen mit dem Bau der neuen Friesenbrücke zum Fahrplanwechsel 2024/2025 abgeschlossen werden. Beide Bauprojekte seien komplex und aufeinander abgestimmt, sagte Stefan Wey, Teilprojektleiter Wunderline bei der DB Netz AG. „Ohne die Wunderline wird kein Zug über die Friesenbrücke fahren.“

Als Wunderline wird der zweistufige Ausbau und die Ertüchtigung der bestehenden, insgesamt 173 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Bremen und Groningen bezeichnet – der größte Teil liegt dabei auf deutscher Seite. Das Projekt soll Bahnreisenden schnellere Zugverbin­dungen bieten. So soll sich die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten in einem ersten Schritt ab 2024 von bislang 2:43 Stunden auf 2:28 Stunden verringern. Nach einer zweiten Ausbau­stufe bis 2030 soll die Reise nur noch 2:13 Stunden dauern.


EVN / dpa