Railpool und Siemens vereinbaren Großauftrag – Neue Loks für grenzüberschreitenden Verkehr

Railpool ordert weitere Vectron-Lokomotiven | Grafik: Siemens Mobility

MÜNCHEN | Der Zughersteller Siemens Mobility ist vom Schienenfahrzeugvermieter Railpool mit der Lieferung weiterer Lokomotiven für den grenzüberschreitenden Verkehr beauftragt worden.

Der Rahmenvertrag über bis zu 100 Triebfahrzeuge wurde zum Jahreswechsel geschlossen, wie Siemens Mobility mitteilte. Mit der Unterzeichnung wurden zunächst 70 Vectron-Lokomotiven bestellt. Die diversen Varianten sind laut Herstellerangaben für den Betrieb auf verschiedenen Korridoren (Nord-Süd sowie Ost-West) vorgesehen und können in insgesamt bis zu 18 Ländern eingesetzt werden, hieß es. Bereits im vergangenen Jahr hatte Railpool 20 Vectron-Mehrsystemloks bei Siemens bestellt.

Mit dem Zukauf weiterer Vectron-Lokomotiven und deren universeller Einsetzbarkeit reagiere man auf aktuelle Marktbedarfe, sagte Railpool-Chef Torsten Lehnert. Auch setze Railpool damit ein positives und grünes Signal in einem wachsenden Eisenbahnsektor.

Die bestellten Loks werden eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreichen und über eine Leistung von 6,4 Megawatt verfügen. Ausgestattet werden die Fahrzeuge sowohl mit ETCS wie auch den nationalen Zugsicherungssystemen. Insgesamt seien bereits 1.270 Lokomotiven vom Typ Vectron an 61 Kunden verkauft worden, gab der Hersteller bekannt.


EVN