Zwei Nordwestbahn-Züge überfahren aufgelegte Gegenstände

Züge überfahren Hindernisse in Oldenburg | Foto: Pixabay / Bundespolizei

OLDENBURG | Zwei Züge der Nordwestbahn haben am Donnerstagnachmittag eine Betonplatte und einen Metallpfosten überfahren. Die Gegenstände waren zuvor von Unbekannten auf die Gleise gelegt worden.

Nach Angaben der Bundespolizei ereigneten sich die beiden Vorfälle kurz nacheinander im Oldenburger Stadtgebiet. So erfasste die erste Bahn gegen etwa 15.30 Uhr einen 180 cm langen Metallpfosten, der nahe des Bahnübergangs „Bremer Straße“ auf die Schienen gelegt war. Das Metallteil wurde rund 200 Meter mitgeschleift, ehe der Zug nach einer Schnell­bremsung zum Stehen kam. Dass dabei nichts Schlimmeres passierte, sei vermutlich dem Umstand zu verdanken, dass der Zug betriebsbedingt langsamer als gewöhnlich fuhr, sagte ein Bundespolizeisprecher.

Nur gut 30 Minuten später, gegen 16.05 Uhr, überfuhr ein zweiter Zug auf Höhe einer Autobahnbrücke mit rund 120 km/h ein aufgelegtes Betonteil. Die rund 50 x 50 cm große Gehwegplatte wurde bei der Kollision zerstört; die Einzelteile schleuderten mehrere Meter weit. Am Triebfahrzeug entstanden laut Polizeiangaben größere Schäden, der Zug blieb aber fahrbereit. 

Die genaue Schadenshöhe konnte die Bundespolizei zunächst noch nicht beziffern. Die Beamten leiteten wegen der beiden gefährlichen Eingriffe in den Bahnverkehr Ermittlungen gegen die unbekannten Täter ein. Hinweise nimmt die zuständige Dienststelle in Oldenburg unter der Telefonnummer 0441/218380 entgegen. Als Zeugen gesucht werden in diesem Zusammenhang auch drei Jungen mit blonden Haaren, die in der Nähe gesehen wurden.


EVN