Österreich: Gütertransportanteil auf der Schiene seit 2010 deutlich gesunken

Ein Güterzug der ÖBB auf freier Strecke | Foto: Imago / Rüdiger Wölk

WIEN | Seit Jahren wird propagiert, dass eine Verlagerung des Güter­transports von der Straße auf die Schiene entscheidend für das Erreichen der Klimaziele ist. Tatsächlich jedoch war in Österreich im letzten Jahr­zehnt eine gegen­sätzliche Entwicklung zu verzeichnen.

Laut einem Bericht des ORF ist der Anteil des Schienengüterverkehrs in der Alpenrepublik zwischen 2010 und 2020 bezogen auf Netto­tonnen­kilometer von 33 auf 28 Prozent gesunken. Und das, obwohl der Schienengüterverkehr deutlich weniger umweltschädlich ist als der Lkw-Verkehr.

Im Mai 2021 gab die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) bekannt, dass man den Transport­anteil auf der Schiene bis 2040 verdoppeln wolle. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Unternehmen in den kommenden Jahren viel Geld in die Modernisierung des Bahnsystems stecken. Allerdings bräuchten die Bahnen in Europa „faire gesetzliche Wettbewerbs­bedingungen, damit sie ihre Leistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können“, sagte damals ÖBB-Chef Andreas Matthä. Ein Ungleichgewicht gebe es hier etwa bei der Einpreisung der externen Kosten.


EVN