Jungen legen Kette mit Betonklotz aufs Gleis – Zugverkehr gestoppt

Regionalzug überfährt ins Gleis gelegtes Hindernis | Foto: Bundespolizei

BAD DOBERAN | Zwei Kinder haben mit einem schweren Hindernis den Zugverkehr zwischen Rostock und Bad Doberan zeitweise zum Erliegen gebracht.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, legten die Jungen am Sonntagmittag kurz vor dem Haltepunkt Parkentin (Landkreis Rostock) einen Metallpfosten samt Betonfundament und Kette auf die Schienen. Der Regionalzug nach Wismar überfuhr das Ganze, wobei sich die Kette zwischen Triebwagenbremse und Schiene verkeilte. Verletzt wurde niemand.

Der Zug musste nach der Kollision aber erst zurücksetzen und konnte dann sicherheitshalber nur bis Bad Doberan fahren, wo er genauer untersucht werden sollte. Insgesamt kam es zu mehreren Zugausfällen und Verspätungen, die sich insgesamt auf zweieinhalb Stunden summierten. Die beiden sieben und neun Jahre alten Kinder fielen den Bundespolizisten auf, weil sie am Bahnsteig gegenüber das Ganze beobachteten. Darauf angesprochen, hätten sie die Tat eingeräumt.

Die genaue Schadenshöhe sei noch nicht klar. Die Jungen wurden den Eltern übergeben, aber nicht ohne Belehrung, wie es hieß. Bahnanlagen seien keine Abenteuerspielplätze.


EVN / dpa