Berlin führt FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV wieder ein – Hamburg plant gleiches

Fahrgäste mit Masken auf dem Bahnsteig im Hauptbahnhof Berlin | Foto: DB AG / Max Lautenschläger

BERLIN / HAMBURG | In der Bundeshauptstadt gilt künftig wieder eine verschärfte Masken­pflicht in Bussen und Bahnen. Hamburg will nachziehen.

Nach einem Beschluss des Berliner Senats ist im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) künftig wieder das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, wie die Regierende Bürger­meisterin, Franziska Giffey (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung bekannt gab. Die Berliner Infektionsschutz­verordnung wurde entsprechend verändert. In der Diskussion war das auch für das Einkaufen, dort gilt die Vorschrift nach der Entscheidung des Senats aber nicht.

Aus Sicht der Hauptstadtregierung sind strengere Corona-Regeln wegen der deutlichen Zunahme bei den Infektionszahlen geboten. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin lagt laut den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag bei 737,2. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden.

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen plant auch Hamburg die Wiedereinführung der FFP2-Tragepflicht in Bussen und Bahnen. Weil es im Nahverkehr oft sehr eng werde, wolle man die Corona-Eindämmungs­verordnung in den nächsten Tagen entsprechend anpassen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Hamburger Senats. Ab wann die neue Regelung gelten soll, war zunächst unklar. Wegen der anstecken­deren Omikron-Variante hatte der rot-grüne Senat bereits im Dezember empfohlen, im ÖPNV nur noch FFP2-Masken zu tragen. Bislang gilt im Nahverkehr nur die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Dazu zählen auch OP-Masken.


EVN