S-Bahn-Ausbau in Berlin – Verlängerung der Siemensbahn nach Hakenfelde machbar

Ein Zug der Berliner S-Bahn verlässt den Bahnhof Alexanderplatz | Foto: DB AG / Pierre Adenis

BERLIN | Die Siemensbahn in Berlin-Spandau könnte nach ihrer Reaktivierung über die Havel hinaus nach Hakenfelde verlängert werden.

Das hat eine technische Machbarkeitsuntersuchung des Verkehrsverbunds Berlin-Branden­burg ergeben. Sie beinhaltet drei Streckenvarianten mit Haltepunkten jeweils in Gartenfeld, der Wasserstadt Oberhavel und in Hakenfelde. Möglich seien Hochbahnen, Streckenabschnitte in Trögen sowie Tunnel.

Die Varianten mit Bohrtunneln seien wahrscheinlich mit hohen Kosten verbunden, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit. Bei den weiteren Planungen solle auch eine Straßenbahnverbindung zwischen dem früheren Flughafen Tegel und dem Rathaus Spandau geprüft werden. „Hierdurch wird eine ausgewogene Abwägung hinsichtlich der zu realisierenden Verkehrsmitteln möglich sein“, erklärte der VBB.


Das Land Berlin will die Siemensbahn im Nordwesten der Stadt nach über 40 Jahren reaktivieren. Beschleunigt wurde der Prozess durch die Ankündigung von Siemens, bis 2030 bis zu 600 Millionen Euro in seinen Standort an der Trasse zu investieren. Geplant ist ein Campus für Forschung, Produktion und Wohnen.

Zuletzt war eine Inbetriebnahme der Bahn bis 2029 im ersten Bauabschnitt angepeilt worden. Die nun vorgelegte Machbarkeitsstudie betrifft den zweiten Abschnitt, der neu gebaut werden müsste.


EVN / dpa