Misslungener Diebstahlsversuch in ICE endet mit zwei Verletzten

Bundespolizei im Bahnhof neben einem ICE (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

MÜNCHEN | Eine 36 Jahre alte Frau hat nach einem misslungenen Diebstahlsversuch in einem ICE eine Polizeibeamtin und einen Zugbegleiter verletzt.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte ein Fahrgast im ICE 627 die Frau zunächst dabei beobachtet, wie sie versucht habe, einen anderen Reisenden zu bestehlen. Als die im Zug anwesende Polizistin auf den Vorfall aufmerksam gemacht wurde, stellte sie die Tatverdächtige zur Rede. Die 36-Jährige reagierte daraufhin aggressiv und sei unvermittelt auf die Beamtin losgegangen, hieß es. Mit Bissen in die behandschuhte Hand und den Arm wurde die Beamtin demnach angegriffen. Mit Hilfe des 45-jährigen Zugbegleiters konnte die Aggressive überwältigt und gefesselt werden. Dabei habe sie auch den Bahnmitarbeiter in die Hand gebissen.

Hinzugerufene Bundespolizisten nahmen die Frau nach der Ankunft am Münchner Haupt­bahnhof in Empfang. Da sie weiterhin Widerstand geleistet habe, musste die Frau von den Beamten zur Wache getragen werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme und eine Haftrichtervorführung an.

Die verletzte Polizistin begab sich anschließend in ärztliche Behandlung und sei vorerst nicht dienstfähig, sagte eine Sprecherin. Gegen die Angreiferin leitete die Bundespolizei im Nachgang Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie versuchten Diebstahls ein. Zum Gesundheitszustand des ebenfalls angegriffenen Bahnmitarbeiters gab es keine weiteren Informationen. Ereignet hatte sich der Vorfall am Montagnachmittag gegen 17 Uhr.


EVN