Thüringen: Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung wohl doch nicht auf der Kippe

Gleis einer Bahnstrecke (Archiv) | Foto: EVN

ERFURT | Steht die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung in Ostthüringen auf der Kippe oder nicht? Die Thüringer Staatskanzlei hat am Samstag ihre Einschätzung vom Vortag wieder korrigiert, wonach das Projekt gefährdet sei.

  Aktualisiert: 15. Januar 2022, 17.37 Uhr  

„Wenn die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung vonseiten des Bundes jetzt plötzlich abgesagt werden sollte, dann fällt damit auch der zweigleisige Ausbau“, sagte Ministerin Susanna Karawanskij noch am Freitag. Einen Tag später hieß es aus dem Ministerium, dass das Bundeskanzleramt nun eine Zusage gegeben habe. Geplant ist, die Bahnstrecke zwischen Weimar, Gera und Gößnitz zu elektrifizieren. An dem Vorhaben soll sich der Bund finanziell beteiligen.

Aktuell würden die Kosten für die Elektrifizierung mit knapp 600 Millionen Euro beziffert – das sei etwa eine Verdopplung der ursprünglich kalkulierten Kosten, hieß es aus dem Ministerium. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Leipzig hatte vor dem Wochenende gesagt, noch sei die Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht abgeschlossen und daher auch kein Kommentar möglich.


EVN