Kritische Infrastruktur: ÖPNV-Betreiber in Schleswig-Holstein „auf verschiedene Szenarien“ vorbereitet

Sitzplätze in einem Nahverkehrszug | Foto: Pixabay

LÜBECK | Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnten Probleme in Teilen der öffentlichen Infrastruktur drohen. Das befürchten einige Experten – in Schleswig-Holstein sieht man sich aber gut gerüstet.

Die Betreiber von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur halten die Gefahr von größeren Ausfällen für eher gering. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf Pandemie-Pläne, die bereits seit der ersten Corona-Welle existierten und fortlaufend angepasst würden. Laut dem Geschäftsführer des Städteverbands Schleswig-Holstein, Marc Ziertmann, könne eine dauerhafte Mindestbesetzung mit qualifiziertem Personal sichergestellt werden. Das sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Neben Energie- und Wasserversorgern, dem Gesundheitswesen sowie Polizei und Feuerwehr gehören auch Unternehmen des öffentlichen Verkehrs zur kritischen Infrastruktur.

„Die Bahn- und Busunternehmen in Schleswig-Holstein bereiten sich auf verschiedene Szenarien vor“, sagte der Sprecher des Nahverkehrsverbundes Nah.SH, Dennis Fiedel. Dabei gehe jedes Unternehmen etwas anders vor. Grundsätzlich würde aber der Ausfall einer größeren Anzahl von Beschäftigten im Fahrdienst „zwangsläufig zum Ausfall von Bahn- oder Busverbindungen führen“, so Fiedel.


EVN / dpa