Stauden-Verkehrs-GmbH stellt Insolvenzantrag – Betrieb soll vorerst weiterlaufen

Lok der Baureihe V 100 der Stauden-Verkehrs-GmbH | Foto: Imago / Michael Eichhammer

AUGSBURG | Das Eisenbahnunternehmen Stauden-Verkehrs-GmbH hat am 11. Januar beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt. Die Insolvenzverwaltung wurde an die Rechtsanwaltskanzlei Pluta übertragen.

„Unser Ziel ist es, für die Gesellschaft eine zukunftsfähige Lösung zu erarbeiten, beispielsweise durch eine Einigung im Rahmen eines Insolvenzplanes“, sagte der vorläufige Insolvenz­verwalter Georg Jakob Stemshorn. Aktuell verschaffe man sich einen ersten Überblick über die finanzielle Situation. Zudem seien bereits erste Entscheidungen getroffen worden, hieß es.

Laut Stemshorn seien die Gehälter der neun Beschäftigten der Bahnfirma vorerst für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. „Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Alle Verbindungen werden weiter bedient“, so der Pluta-Anwalt.

Die in Augsburg ansässige Stauden-Verkehrs-GmbH führt unter anderem Baustellenverkehre und Fahrten im Güternah- sowie Güterfernverkehr durch. Das Unternehmen ist vor allem in Süddeutschland aktiv – auch mit Verbindungen bis nach Österreich und in die Schweiz. Die in der Region um Augsburg bekannte „Staudenbahn“, die das dortige Schienennetz und die Serviceeinrichtung betreibt, sei von der Insolvenz nicht betroffen, teilte die Kanzlei weiter mit.


EVN