Thüringer Staatskanzlei: Bund sagt Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung doch zu

Die Mitte-Deutschland-Verbindung soll ausgebaut und elektrifiziert werden | Foto: EVN

ERFURT | Die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung in Ostthüringen steht nach Angaben der Thüringer Staatskanzlei nun doch nicht in Frage.

Bei Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt habe es eine Zusage gegeben, das Projekt weiterzuführen, sagte eine Regierungssprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der MDR und die Ostthüringer Zeitung berichtet.

Das Verkehrsministerium in Erfurt hatte am Freitag befürchtet, dass der Bund sich nicht wie geplant an der Finanzierung für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Weimar, Gera und Gößnitz beteiligen könnte. Eine Neubewertung der Wirtschaftlichkeit durch einen Gutachter des Bundes habe bisher ergeben, dass das Projekt nicht wirtschaftlich sei, hatte das Ressort mitgeteilt. Die Kosten sollen sich nach Ministeriumsangaben von rund 300 auf 600 Millionen Euro verdoppeln.

Damit sei auch der zweigleisige Ausbau auf Teilabschnitten zwischen Hermsdorf und Gera gefährdet, hieß es weiter. In Thüringen war diese Nachricht in etlichen Parteien auf Kritik gestoßen. Eine Bahnsprecherin hatte jedoch bereits am Freitag klargemacht, dass die Wirtschaftlichkeitsprüfung noch nicht abgeschlossen sei.


EVN / dpa