Vulkan-Eifel-Bahn beginnt mit Abschleppfahrten über Eifelquerbahn

Abschleppfahrt über die stillgelegte Eifelquerbahn | Foto: Eifelquerbahn

GEROLSTEIN | Die Vulkan-Eifel-Bahn hat in Rheinland-Pfalz mit den Abschlepp­fahrten ihrer teils beschädigten Eisen­bahn­wagen begonnen. Im Juli 2021 waren die Schienen­fahrzeuge in Gerolstein aufgrund der damaligen Flut­katastrophe gestrandet.

Wegen der noch immer beschädigten Schieneninfrastruktur der Eifelstrecke zwischen Trier über Gerolstein nach Köln war ein Transport bislang nicht möglich. Insgesamt 50 Kilometer Gleise und zehn Kilometer Bahndamm müssen dort erneuert werden, heißt es dazu von Seiten der Bahn. Die jetzigen Überführungsfahrten finden daher in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt über die stillgelegte Eifelquerbahn statt. Im Vorfeld war die alte Trasse inklusive der Brücke über die Kyll für das Vorhaben untersucht worden, Teile der Vegetation wurden zurückgeschnitten. Bis Ende Januar sollen alle zehn Fahrzeuge zu Werkstätten gebracht werden. Die Nutzung der Eifelquerbahn ist allerdings nur mit sehr reduzierter Geschwindigkeit möglich.

Zu den zu überführenden Objekten gehören auch drei Rheingold-Wagen, die am Samstag von Gerolstein zunächst nach Kaisersesch geschleppt werden sollten, wie der Verein Eifelquerbahn mitteilte. Ab dem 20. Januar sollen auch die Regio-Fahrzeuge der Deutschen Bahn Richtung Köln abgeschleppt werden.

Zur Zukunft der Eifelquerbahn hat der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord laut DB-Angaben bereits angekündigt, eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Darin sollten eine mögliche Reaktivierung der Strecke und Nahverkehr im Taktfahrplan geprüft werden.


EVN