Archiv der Kategorie: Betriebssteuerung und Stellwerke

Stellwerk Giubiasco: SBB hat Umstellung auf ETCS Level 2 wie geplant durchgeführt

Wie geplant wurde das Stellwerk Giubiasco in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2018 auf die moderne Führerstandsignalisierung ETCS Level 2 umgestellt. Bislang seien keine größeren Probleme aufgetreten, teilte die SBB am Sonntag, einige Stunden nach der Inbetriebnahme, mit. Rund 100 Mitarbeiter waren in der Nacht zum Sonntag an der Umstellung beteiligt. Eigenen Angaben zufolge werde man die Situation in Giubiasco weiter beobachten, zumal ab dem heutigen Montag die Güterzüge eine weitere Belastungsprobe für das neue System darstellen.

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Stellwerk Giubiasco: Umstellung auf Führerstandsignalisierung mit ETCS Level 2

Wie die Schweizerische Bundesbahn (SBB) mitteilt, soll am kommenden Wochenende, in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2018, das Stellwerk Giubiasco auf die moderne Zugsicherungstechnik ETCS Level 2 umgestellt werden. Die Umstellung der Stellwerkstechnik ist die Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels im Dezember 2020.


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Nach Zugunglück in Aichach: Bayerns Verkehrsministerin fordert „sicheren Schienenverkehr bis in den hintersten Winkel“

Nach dem schweren Zugunglück in Aichach mit zwei Toten am vergangenen Montag (7. Mai 2018) fordert Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner von der Deutschen Bahn mehr Sicherheit auf allen Strecken. „Der Schienenverkehr muss auch in einem Flächenland wie Bayern sicher bis in den hintersten Winkel sein“, sagte die CSU-Politikerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Allein durch die Nahverkehrsbestellungen des Freistaats fließen mehrere Hundert Millionen Euro Trassenentgelte jährlich an die DB Netz, gerade auch über die regionalen Strecken. Dafür erwarten wir höchstmögliche Sicherheit im gesamten Netz“, betonte Aigner.

Im Bahnhof Aichach – auf der eingleisigen Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ingolstadt – wird für den Zugbetrieb noch immer ein altes mechanisches Stellwerk verwendet. Eine Gleisfreimeldeanlage, die benutzte Schienenwege anzeigt, wie sie bei Relaisstellwerken und elektronischen Stellwerksanlagen normal ist, gibt es hier noch nicht. Der Fahrdienstleiter wird daher bei der Fahrwegsprüfung nicht durch technische Systeme unterstützt und nicht daran gehindert, eine Fahrstraße auch in ein besetztes Gleis einzustellen. Aktuell gehen die Ermittler bei der Unfallursache von menschlichem Versagen aus und ermitteln derzeit gegen den verantwortlichen Fahrdienstleiter.

Auch der Fahrgastverband Pro Bahn äußert sich kritisch zur veralteten Stellwerkstechnik in Aichach und ist davon überzeugt, dass höhere Investitionen in das Streckennetz das Unglück möglicherweise vermieden hätten: „Eine moderne Signaltechnik hätte das aller Voraussicht nach verhindert“, so Karl-Peter Naumann. Das Stellwerk sei noch aus Kaisers Zeiten. „Wir finden solche Stellwerke noch relativ häufig. Da muss man letztlich der Politik einen Vorwurf machen, dass sie nicht gesagt hat, wir investieren das Geld in moderne Sicherheitstechnik bei der Bahn und nicht nur auf der Straße.“

Die bundeseigene DB Netz AG, der Infrastrukturbetreiber der Deutschen Bahn, ist streckenseitig für die Signal- und Sicherungstechnik, die Gleisanlagen sowie die Durchführung des Bahnbetriebs auf über 33.000 Kilometer des deutschen Streckennetzes verantwortlich.


red

Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks in Weil am Rhein

© Erysipel / Pixelio (Symbolbild)

Im Rahmen des Projekts Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel ging bereits an Ostern das neue Elektronische Stellwerk (ESTW) Weil am Rhein in Betrieb. Es übernimmt fortan die Zugsteuerung im Abschnitt zwischen dem Katzenbergtunnel und Basel Badischer Bahnhof. Damit ersetzt das ESTW das bestehende Relaisstellwerk (RSTW) aus dem Jahr 1985, das nicht nach den aktuellen technischen Standards umgebaut werden konnte. Die Investitionskosten für die Umstellung der Stellwerkstechnik belaufen sich laut DB auf rund 11,9 Millionen Euro. 

Die Inbetriebnahme des ESTW erfolgte in einer nächtlichen Sperrpause zwischen dem 31. März und 1. April 2018. Die RSTW-Technik wurde vollständig auf ESTW-Technik umgerüstet. Lediglich die Außenanlagen, zu denen unter anderem die Signale und Weichen gehören, blieben nahezu unverändert bestehen.

Das ESTW wird aus einer eigens dafür errichteten Zentrale in Basel gesteuert. Bisher erfolgte das Stellen der insgesamt 99 Weichen und 49 Signale durch Fahrdienstleiter im alten RSTW, das Tag und Nacht durchgängig besetzt sein musste. Ab Mitte 2018 übernimmt das neue Elektronische Stellwerk zudem die Aufgaben von vier mechanischen Stellwerken des Rangierbahnhofs in Weil am Rhein. Dies beinhaltet die Steuerung von 65 Weichen und 81 Signalen. Hierfür werden weitere 15 Millionen Euro investiert. 


red

Umrüstung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels erfordert Sperrpausen

© Deutsche Bahn

Mit bis zu 24 Zügen pro Stunde und Richtung gehört der mehr als sechs Kilometer lange Frankfurter S-Bahn-Tunnel unter der Mainmetropole zu den am dichtesten belegten Streckenabschnitten im deutschen Eisenbahnnetz. Bereits seit 2015 arbeitet die DB Netz AG daran, das 40 Jahre alte Relaisstellwerk für den Tunnelbetrieb bis August 2018 durch ein modernes Elektronisches Stellwerk (ESTW) zu ersetzen.


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Neues Lagezentrum soll Züge der Deutschen Bahn pünktlicher machen

Archivfoto: Die Netzleitzentrale der DB Netz AG in Frankfurt(Main) verfügt bereits über ein Lagezentrum, das bei größeren Störungen einen zentralen Arbeitsstab einberuft. (Foto: © Deutsche Bahn AG / Thomas Herter)

Wie Bahnchef Richard Lutz einem Medienbericht zufolge verriet, plant die Deutsche Bahn ein neues Lagezentrum, um ihre Züge künftig pünktlicher zu machen. „Für ein Unternehmen, das viel unter freiem Himmel arbeitet, ist die Zunahme extremer Wetterphänomene eine echte Aufgabe. Wir bauen deshalb derzeit mit Hochdruck ein ‚Lagezentrum Pünktlichkeit‘ auf“, sagte Lutz gegenüber der „Bild am Sonntag“. Ziel sei es, dort alle Informationen zu sammeln, die die Bahn brauche, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Besonders bei Unwetter sollen so weniger Züge ausfallen. Eine bessere Vegetationskontrolle soll zudem dafür sorgen, dass seltener Bäume umstürzen und Strecken blockieren.


red

Erstes digitales Stellwerk nimmt Betrieb auf – Neueste Stellwerksgeneration bei Erzgebirgsbahn im Einsatz

Die Deutsche Bahn hat das erste digitale Stellwerk (DSTW) in Annaberg-Buchholz, auf der Erzgebirgsbahn im Südosten Deutschlands, in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben werde damit eine Revolution für die Leit- und Sicherungstechnik der Eisenbahn eingeläutet.


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Umrüstung auf ESTW: DB erneuert Stellwerkstechnik zwischen Kiel und Flensburg

© Deutsche Bahn (Symbolbild)

Neben der Modernisierung von insgesamt sechs Bahnübergängen auf der Bahnstrecke zwischen Kiel und Flensburg, erneuert die Deutsche Bahn auch drei Stellwerke in Suchsdorf, Neuwittenbek und Gettorf – und rüstet diese auf die elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) um. Zudem wird die Leit- und Sicherungstechnik der bestehenden Bahnanlagen auf einen neueren Stand gebracht. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem neuen ESTW Lindaunis.

Erste Kabeltiefbauarbeiten wurden bereits durchgeführt. Das Gesamtprojekt hat eine Laufzeit von acht Monaten und begann bereits im Oktober 2017. Die Inbetriebnahme ist für den 5. Juni 2018 geplant.


red/DB

Deutsche Bahn: Bis 2030 könnten 80 Prozent des Streckennetzes digital gesteuert werden

© Deutsche Bahn

Mit der Digitalisierung des gesamten Schienennetzes will die Deutsche Bahn die Kapazitäten im Zugverkehr um bis zu 20 Prozent erhöhen und damit täglich tausende zusätzliche Züge auf die Strecke bringen. Nach Ansicht von DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sind das Zugleitsystem ETCS (European Train Control System), der zukünftige Einsatz digitaler Stellwerke und die funkbasierte Betriebssteuerung die Grundlage für einen starken Schienensektor. Für die Deutsche Bahn sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Potenziale der digitalen Technologien systematisch zu nutzen.

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DB will 400.000 Kilometer Kabel überflüssig machen – Züge sollen in 10 bis 15 Jahren flächendeckend digital geleitet werden

© Erysipel / Pixelio

Die Deutsche Bahn hat große Pläne: Sie will ihren Zugverkehr in 10 bis 15 Jahren flächendeckend digital leiten – unter anderem durch den Einsatz des europäischen Zugleit- und Sicherungssystems ETCS. Dadurch sollen auf dem deutschen Schienennetz 20 Prozent mehr Züge fahren können. Ebenso sollen Stellwerke und Weichen mit Funktechnik gesteuert und überwacht werden, berichtet die tagesschau. Der Verkehr auf der Schiene werde stabiler, verlässlicher und damit pünktlicher, sagte DB-Konzernchef Richard Lutz dem Bericht zufolge bei der Vorstellung des Programms „Digitale Schiene Deutschland“.

Wie hoch die Kosten für das Programm sein werden, nannte Lutz nicht. „Natürlich kostet das Geld, viel Geld“, sagte der Bahnchef. „Darüber werden wir mit unserem Eigentümer reden.“ Einziger Bahn-Eigentümer ist der Bund. Die neue Technik mache die rund 160.000 Signale und damit einen Großteil der 400.000 Kilometer Kabel überflüssig, erklärte Lutz.


red – aktualisiert am 23.01.2018, 18:47 Uhr