Archiv der Kategorie: Netzvergaben und Betreiberwechsel

DB Arriva gewinnt bisher größten Schienenverkehrsvertrag in Tschechien

7. Februar 2019 (red/pm)

Die Bahntochter DB Arriva für den Personenverkehr im europäischen Ausland hat ihren bisher größten Schienenverkehrsvertrag in der Tschechischen Republik gewonnen. Das Unternehmen wird ab Dezember 2019 die vier Regionallinien R21 Prag-Turnov (Turnau)-Tanvald (Tannwald), R22 Kolin-Nový Bor (Haida), R 24 Prag-Rakovnik (Rakonitz) und R26 Prag-Pisek-Ceske Budejovice (Budweis) betreiben.


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Baye­ri­sche Ober­land­bahn erhält Zuschlag im Ver­ga­be­ver­fah­ren „Chiemgau – Berch­tes­ga­den“

Die Baye­ri­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn­ver­kehr in Bayern plant, fi­nan­ziert und kon­trol­liert, hat am 17. Dezember den Zuschlag im Ver­ga­be­ver­fah­ren „Chiemgau – Berch­tes­ga­den“ an die Baye­ri­sche Ober­land­bahn GmbH (BOB) erteilt.


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Abellio würdigt bevorstehende Betriebsaufnahme im Dieselnetz Sachsen-Anhalt mit Sternfahrt

Eine Woche vor dem offiziellen Betriebsstart präsentierte Abellio im Rahmen einer Sternfahrt von den Endpunkten des Netzes die neuen Züge für die nicht elektrifizierten Strecken in Sachsen-Anhalt und brachte zahlreiche Fahrgäste zu einer Eröffnungsveranstaltung nach Halberstadt. Im Rahmen der Sonderfahrten von Goslar, Wolfsburg/Magdeburg, Dessau und Erfurt konnten sich die rund 100 Teilnehmer, darunter zahlreiche Vertreter der Aufgabenträger, von Politik und Wirtschaft, anderer Verkehrsunternehmen sowie der Fahrgastbeiräte, bereits einen Eindruck von den neuen Abellio-Angeboten verschaffen.


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S-Bahn Hannover: DB zieht wegen Vergabeentscheidung vors Oberlandesgericht

Die Deutsche Bahn hat beim Oberlandesgericht Celle Beschwerde gegen die Entscheidung der Vergabekammer des Landes Niedersachsen zur Vergabe der Leistungen der S-Bahn Hannover eingelegt. Nach dem Willen der Region soll der S-Bahn-Verkehr ab 2021 von der NordWestBahn (NWB) betrieben werden.


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Stadler und Go-Ahead feiern Roll-Out des ersten FLIRT-Zuges für Baden-Württemberg

Der Zughersteller Stadler und das private Eisenbahnunternehmen Go-Ahead feierten am Mittwoch (5. September) den Roll-Out des ersten FLIRT-Nahverkehrstriebwagen für den künftigen Einsatz in Baden-Württemberg. An der Veranstaltung nahmen rund 100 Gäste, der Schweizer Botschafter Paul Seger und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann teil.


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Schleswig-Holstein: Muss DB Regio um den Zuschlag für das Ostnetz bangen?

Die Deutsche Bahn muss möglicherweise fürchten, Anfang 2019 den Zuschlag für das sogenannte „Elektronetz Ost“ nicht zu erhalten. Die Landtags-FDP in Schleswig-Holstein meldet bereits Zweifel an. Grund dafür sei die derzeitige Unzufriedenheit mit den Leistungen von DB Regio. Am Dienstag fand zudem ein zweites Gipfeltreffen zu den Problemen auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland/Sylt statt.


Ende Januar 2018 hat der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) im Auftrag des Landes das „Elektronetz Ost“ ausgeschrieben. Die Ausschreibung umfasst die insgesamt 175 Kilometer langen Strecken Lübeck-Travemünde – Lübeck Hbf (RB 86), Lübeck Hbf – Hamburg Hbf (RE 8/80) und Lübeck Hbf – Puttgarden (RB 85). Die RB-Linie 81 Bad Oldesloe – Hamburg gehört nicht dazu. Anfang 2019 soll der neue Betreiber für das Netz feststehen. Der künftige Verkehrsvertrag, der im Dezember 2022 startet, hat eine Laufzeit bis Ende 2035.

Wie die Kieler Nachrichten nun berichten, muss die Deutsche Bahn, die das Ostnetz derzeit betreibt, offenbar fürchten, den Zuschlag im kommenden Jahr möglicherweise nicht zu erhalten. „Sollten in den kommenden Wochen nicht endlich deutliche Fortschritte sichtbar werden, wird die Bahn kaum Chancen haben, bei anderen Strecken den Zuschlag zu erhalten“, sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt dem Medienbericht zufolge.

Dramatisch sei die Lage auch weiterhin auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland/Sylt. Hier komme es regelmäßig zu Verspätungen und Zugausfällen. DB Regio musste daher seit Februar bereits über zwei Millionen Euro Strafgelder an das Land zahlen. „Seit Monaten verspricht die DB Regio, dass es auf der Marschbahn besser werden soll“, ärgert sich Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) gegenüber den Kieler Nachrichten. Außer dem Einsatz eines Doppelstockwagens könne er keine Verbesserung feststellen. Er nehme bislang eher das Gegenteil wahr, heißt es weiter.

Zweiter Marschbahngipfel in Niebüll

Am Dienstagabend trafen sich Schleswig-Holsteins Verkehrsminister und Spitzenvertreter von DB Regio und DB Netz zu einem weiteren Gipfeltreffen anlässlich der Schwierigkeiten auf der Marschbahn. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur äußerte der Minister wiederholt seine Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation: „Wer sich um einen solchen Verkehrsvertrag bewirbt, muss auch in der Lage sein, die vertraglich geforderten Leistungen zu erbringen“, so Buchholz. Wer dies nicht sei, müsse irgendwann in der Konsequenz damit rechnen, dass ihm zumindest teilweise Leistungen gekündigt würden.

Außerdem wies Buchholz daraufhin, dass die von der Deutschen Bahn angekündigten rund 160 Millionen Euro für die Grundsanierung der Bahnstrecke nach seiner Ansicht nicht ausreichen werden, um die dortigen Probleme zu lösen.

Auch die gewünschte durchgängige Zweigleisigkeit auf der Strecke spielte bei der Diskussion eine Rolle. „Wir brauchen die Zweigleisigkeit“, sagte der Minister in Niebüll. Die Eingleisigkeit und die hohe Zugdichte führten zu einem täglich wiederkehrenden chaotischen Fahrplan mit vielen Ausfällen und Verspätungen. In Berlin müsse man endlich begreifen, dass die Strecke als „vordringlicher Bedarf“ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden müsse. Er erwarte bald eine Entscheidung, betonte Buchholz in Richtung des Vertreters des Bundesverkehrsministeriums, Hugo Gratza.


red – letzte Aktualisierung: 29.08.2018, 09:28 Uhr

Titelfoto: © Deutsche Bahn (Symbolbild)

Abellio stellt neue Fahrzeuge für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt vor

Abellio Rail Mitteldeutschland hat am Montag (27. August) seine neuen Coradia Lint 41-Fahrzeuge für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt (DISA) der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu schickte das Unternehmen einen Zug auf Rundfahrt vom Magdeburger Hauptbahnhof über Halberstadt, Aschersleben, Güsten und Schönebeck zurück nach Magdeburg.


© Abellio / Peter Gercke

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen nutzte auch der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, die Gelegenheit, das Fahrzeug zu testen: „Ich bin sicher, dass die neuen Wagen die Kunden überzeugen werden. Sie wollen ein modernes Angebot und Ansprechpartner im Zug. Sie wollen auch, dass der Betriebsübergang reibungslos klappt. Alle Beteiligten tun dafür ihr Bestes“, sagte Webel.

Während eines kurzen Zwischenstopps in Halberstadt bedankte sich die Vorsitzende der Geschäftsführung von Abellio Rail Mitteldeutschland Carmen Maria Parrino beim Land Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Thüringen und dem Regionalverband Großraum Braunschweig: „Es ist ein enormer Vertrauensbeweis unserer Auftraggeber, dass wir ab Dezember 2018 auch das Dieselnetz Sachsen-Anhalt betreiben dürfen. Zugleich ist es eine große Herausforderung, denn die Übernahme des Dieselnetzes bedeutet für uns mehr als eine Verdoppelung unserer Leistungen.“ Das Dieselnetz umfasst 16 Linien mit über 900 km Linienlänge. Einige Strecken führen bis nach Goslar und Wolfsburg in Niedersachsen sowie bis nach Erfurt in Thüringen.

Für den Betrieb des weitreichenden Netzes erhält Abellio im Rahmen des Verkehrsvertrages 54 neue Coradia Lint 41-Fahrzeuge. Das ist der größte Einzelauftrag, den Alstom jemals von einem Einzelkunden für diesen Fahrzeugtyp erhalten hat. Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Deutschland und Österreich bei Alstom, sagte: „Wir sind froh, Ihnen heute den Coradia Lint von Alstom vorzustellen, bei dem wir insbesondere hinsichtlich Fahrzeugdesign unseren Partner überzeugen konnten: Neue Sitzlandschaften, Beleuchtungskonzepte und natürlich WLAN sorgen für einen verbesserten Fahrgastkomfort.“

© Abellio

Der Coradia Lint 41 ist ein verbrauchsarmer Dieseltriebzug, der bei hoher Beschleunigungs-rate eine Geschwindigkeit von maximal 140 km/h erreicht. Die zweiteiligen Züge verfügen über 110 Sitz- und 120 Stehplätze und sind auch für mobilitätseingeschränkte Personen gut zugänglich: Von üblichen Bahnsteighöhen aus sind sie leicht erreichbar, weisen barrierefreie Toiletten auf und bieten Platz für Rollstühle. Sie zeichnen sich durch eine komfortable, großzügige Sitzanordnung aus – mit Tischen für Laptops an der Mehrzahl der Sitze und einer Sitzclubecke. Im Zug wird ein innovatives Lichtkonzept eingeführt, das u. a. auch die Trittstufen im Fahrzeug direkt beleuchtet.

Für Kurzweil während der Fahrt sorgt ein WLAN-basiertes Infotainment-System. Mit ihm können Fahrgäste via Smartphone, Tablet oder Laptop Fahrt- und Streckeninformationen abrufen sowie ausgewählte Unterhaltungsangebote wie Filme, E-/ Hörbücher und Nachrichten nutzen. Zugleich stabilisiert das System den Internetempfang im Fahrzeug. Weiterhin sind die Züge mit Fahrgastinformationsmonitoren für statische und dynamische Informationen ausgestattet. In jedem Fahrzeug gibt es zudem einen Fahrkartenautomaten und Abstellflächen für bis zu neun Fahrräder.


red/Abellio

Akku-Netz statt Dieselnetz? – TU Berlin, Bombardier und VVO untersuchen alternative Antriebe

In Vorbereitung der Neuvergabe des Dieselnetzes im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) untersucht die Technische Universität Berlin gemeinsam mit Bombardier Transportation die Möglichkeit, Fahrzeuge mit einem batterieelektrischen Antrieb auf diesen nicht oder nur teilweise elektrifizierten Strecken einzusetzen.


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