Kurzmeldung: Bahn fordert weitere Beschränkungen für laute Güterwagen

Aus Sicht der Deutschen Bahn seien neben dem Gesetz zum Verbot lauter Güterwagen in Deutschland ab 2020 weitere Beschränkungen möglich.

Ronald Pofalla, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, begrüßt das Gesetz zum Verbot lauter Güterwagen ab Ende 2020, dem am Mittwoch vor Weihnachten im Bundeskabinett zugestimmt wurde (Bahnblogstelle berichtete). „Wir brauchen diese klaren Regeln und auch Sanktionen für jene Güterbahnen, die sich nicht an die Absprachen halten“, sagte Pofalla. Laut Medienberichten halte er es für denkbar, auch die Trassenpreise für laute Güterzüge deutlich zu erhöhen. Zudem spreche sich Pofalla für ein generelles europäisches Verbot aus.

Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben zum Jahresende die Hälfte ihrer Güterwagen-Flotte auf leise Verbundstoff-Bremssohlen umgestellt. Die neue Sohle vermindere das Rollgeräusch auf der Schiene und sorge für einen um 10 Dezibel geringeren Lärmpegel. Dies entspricht einer gefühlten Halbierung des Lärms. In den kommenden Jahren sollen die restlichen Wagen der DB in den Werkstätten umgerüstet werden. Bis Ende 2020 sollen dann alle rund 64.000 Güterwagen geräuscharm fahren, so die Bahn. Die erforderlichen Mehrkosten von 230 Millionen Euro trägt DB Cargo, die Schienengüterverkehrstochter der DB.


Meldung vom 27.12.2016

red

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