Balise


  • Im Gleis montierter Informationsträger zum Datenaustausch von der Strecke auf das Fahrzeug

DB Museum Nürnberg, 29-05-2016 (14)

Eine Eurobalise auf einer Strecke mit ETCS. (Foto: © Bahnblogstelle)


Allgemeines  [1]

Eine Balise [auch Bake oder Informationspunkt genannt] ist ein im Gleis montierter Informationsträger (Datenübertragungselement), der die punktuelle Informationsübertragung von der Strecke auf das Fahrzeug ermöglicht. Hierbei handelt es sich um magnetisch gekoppelte Transponder, die bei der Überfahrt einen Datensatz (Telegramm) auf das Fahrzeug übertragen.

Balisen werden in der Gleismitte – meist auf den Schwellen oder in einer speziellen Befestigung auf einer festen Fahrbahn – montiert. Mehrere Balisen können zu einer Balisengruppe zusammengefasst werden. Man unterscheidet hier zwischen Festdatenbalisen und Transparentdatenbalisen.

Je nachdem, ob eine Spannungsversorgung (Batterie oder extern) erforderlich ist, werden Balisen als aktiv oder als passiv (ohne interne Spannungsversorgung) bezeichnet. Passive Balisen werden vom Lesegerät eines Fahrzeugs induktiv angeregt und können dann den abgelegten Dateninhalt senden.

Bei Strecken mit Neigetechnik übertragen Balisen Informationen für die Geschwindigkeitsüberwachung für Neigetechnik (GNT). Auf Strecken mit European Train Control System (ETCS) werden Eurobalisen verwendet.


Quellennachweise:

  1. Ril 408.0101A01 „Balise, Balisengruppe“ – gültig ab 13.12.2015
  2. Wikipedia „Balise“

Letzte Aktualisierung: 23.06.2016

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