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Geschwindigkeitsüberwachung Neigetechnik

[ abgekürzt: GNT ]


  • Geschwindigkeitsüberwachungssystem, dass Zügen mit Neigetechnik das Fahren höherer Streckengeschwindigkeiten ermöglicht

Allgemeines  [1]

Die Geschwindigkeitsüberwachung Neigetechnik [auch Geschwindigkeitsüberwachung für Neigetechnikzüge genannt] ist ein Geschwindigkeitsüberwachungssystem, dass Zügen, die über eine Neigetechnik verfügen, das Fahren höherer Geschwindigkeiten auf Strecken mit engen Bögen – vorrangig im Gebirge – ermöglicht. GNT-Züge verfügen über eine Geschwindigkeitsabhängige Wagenkastensteuerung (Gst) mit der Neigungen von bis zu 8° möglich sind und sich somit die Fliehkräfte in Kurvenfahrten verringern.

Die GNT wird nur bis Geschwindigkeiten von maximal 160 km/h eingesetzt, da die Zugfahrt signalgeführt erfolgt. Da das GNT-System nur Streckengeschwindigkeiten überwacht, gelten Vor- und Hauptsignale einschließlich der dort signalisierten Geschwindigkeiten weiterhin. Zusätzlich überwacht die Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) an bestimmten Streckenpunkten die Einhaltung der gefahrenen Geschwindigkeiten sowie die Beachtung der Signale.

Die Information über das anzuwendende Geschwindigkeitsprofil (RS oder ES) wird über Balisen, die in einem maximalen Abstand von 5.100 m angebracht sind, auf das Fahrzeug übertragen.


Quellennachweise:

  1. Ulrich Maschek „Sicherung des Schienenverkehrs: Grundlagen und Planung der Leit- und Sicherungstechnik“ 2. Auflage, Springer Vieweg, 2013, Seite 197

Letzte Aktualisierung: 25.07.2016

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